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Mit neuem Namen und neuem Erscheinungsbild

in die Zukunft

GSP - Präsidentin Ulrike Merten

Nach Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn hat unsere sicherheitspolitische Vereinigung in diesem Monat den von der Bundesversammlung beschlossenen Namen Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) angenommen.

Seit über 60 Jahren engagiert sich unsere Gesellschaft erfolgreich in der sicherheitspolitischen Informationsarbeit. 1952 sind wir gestartet unter dem Namen „Gesellschaft für Wehrkunde“. Das war die Zeit, in der die öffentliche Debatte um die Westintegration und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland begann. Nach der Wende und mit dem Beginn der sicherheitspolitischen Veränderungen in Europa haben wir unseren Namen angepasst in „Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik“.

In den letzten Jahren hat sich der Begriff „Sicherheitspolitik“ inhaltlich sehr viel umfassender entwickelt. Sicherheitsvorsorge für Staat und Gesellschaft geht heute weit über die militärischen Aspekte hinaus. Der erweiterte Sicherheitsbegriff, vernetzte Sicherheit oder die Interdependenz von innerer und äußerer Sicherheit sind heute gängige Kategorien, in denen sich „Sicherheit“ definiert. Dieser umfassende Ansatz wurde schon längst in den Themen und Inhalten unserer sicherheitspolitischen Informations- und Bildungsarbeit abgebildet. Folgerichtig wollen wir diesen nun auch mit dem neuen Namen „Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.“ (GSP) unterstreichen.

Unsere Ziele bleiben indessen von der Namensänderung völlig unberührt. Es gilt für uns auch in Zukunft, dass wir unsere wehrhafte Demokratie schützen und stärken wollen und dass dabei unsere Streitkräfte selbstverständlich eine besondere Berücksichtigung finden. Sie bleiben Garant unserer Sicherheit und Freiheit!

Wie schon in der Vergangenheit werden wir auch künftig unsere Mitglieder, sowie alle sicherheitspolitisch interessierten Bürger in unseren Veranstaltungen grundsätzlich und aktuell über die vielfältigen Facetten von Sicherheitspolitik informieren. Das ist heute wichtiger denn je, denn das sicherheitspolitische Umfeld ist gerade in jüngster Zeit angesichts der Krisen und Kriege in Europa und in der Welt sehr komplex und für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger schwer durchschaubar geworden. Die Bundesrepublik Deutschland muss in dieser Lage den angemessenen Weg und Beitrag zur Lösung oder Vermeidung krisenhafter Lagen finden. Dabei ist es notwendig, die Mehrheit der Bevölkerung mitzunehmen. Das setzt Interesse und Information der Gesellschaft voraus. Hierzu wollen wir mit unserer über 60-jährigen Kompetenz als sicherheitspolitischer Mediator zwischen Politik und Gesellschaft gemeinsam mit anderen Organisationen weiterhin unseren Beitrag leisten. Dies bekräftigen wir nicht zuletzt mit den drei Buchstaben GSP. Sie stehen für Gesellschaft - Sicherheit – Politik, den drei Eckpfeilern unseres satzungsgemäßen Wirkens.

Vor allem wollen wir vermehrt die junge Generation, sowie Bürger aus jenen Berufsfeldern ansprechen, die nicht ständig mit sicherheitspolitischen Fragen befasst sind. Genau diese Menschen müssen wir doch erreichen, wollen wir unserem Ziel gemäß Artikel 2 unserer Satzung gerecht werden, nämlich Erziehung und Bildung auf dem Gebiet der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu leisten und die dazu notwendigen Informationen in alle Bereiche der Bevölkerung zu tragen.

Der Begriff „Sicherheitspolitik“ ist in den Medien, der Öffentlichkeit und der Politik positiv belegt. Es erscheint uns daher realistisch, dass es uns mit unserem neuen Namen besser gelingt, solche Mitglieder und Interessenten zu gewinnen, die bisher eher distanziert zu uns gestanden haben.

Ich hoffe weiterhin auf die wohlwollende Unterstützung unserer ehrenamtlichen sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere auch durch die Leser der Europäischen Sicherheit & Technik. Ihre Anregungen, wie wir uns weiter verbessern können, sind uns stets willkommen.

Ulrike Merten, Präsidentin

Afghanistan

Wen interessiert noch Afghanistan?

Vortragsreihe zum Ende des ISAF-Großeinsatzes und den neueren, nahen Kriegen und Krisen

Von Winfried Nachwei

Kriege wüten am Rande Europas. 25 Jahre nach dem Mauerfall erlebt die europäische Friedensordnung einen Kältesturz. In Syrien und Irak, in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan tobt völkermörderische Gewalt. Unter der Ebola-Epidemie und der Flut an Flüchtlingen drohen sowieso schon schwache Staaten zusammenzubrechen. Im Mittelmeer ertrinken tausende Flüchtlinge bei ihrem verzweifelten Versuch, der Aussichtslosigkeit ihrer Heimatländer zu entkommen.

Der Afghanistaneinsatz, über Jahre die größte und komplizierteste sicherheitspolitische Herausforderung für Deutschland und seine Verbündeten, gerät mit Ende des ISAF-Großeinsatzes zunehmend aus dem Blick. Das ist so verständlich wie gefährlich. Dringend ist jetzt, den Einsatz zu bilanzieren, Lehren zu ziehen für die künftige Aufbaupartnerschaft mit Afghanistan – und für die neuen, näheren Krisenherde. Es sind Großkrisen, die bleiben und die Staatengemeinschaft in ihrer jetzigen Aufstellung überfordern. Diese neue Art von Ernstfall für internationale kollektive Sicherheit der Menschen und Staaten verlangt besondere Anstrengungen. Bordmittel und hier und da eine Aufstockung von Hilfsgeldern reichen da längst nicht mehr aus. Die seit Jahresbeginn von Bundespräsident und Ministern eingeforderte größere internationale (Mit-)Verantwortung Deutschlands ist jetzt unübersehbar.

„Quo vadis Afghanistan? Bilanz und Lehren am Ende des ISAF-Einsatzes und die Kriege in Ukraine, Syrien und Irak“: Erstmalig hielt ich jetzt illustrierte Vorträge zu Afghanistan und dem ganzen Krisenbogen in der europäischen Nachbarschaft: auf Einladung der „Gesellschaft für Sicherheitspolitik“ (GSP) am 16. Oktober in Zweibrücken in der Niederauerbach-Kaserne, am 17. Oktober in Kaiserslautern (und im Gymnasium Ramstein) und am 18. Oktober im Haus des Bürgers in Ramstein.

Lesen Sie mehr im Pfälzischer Merkur vom 18.10.2014: "Nachtwei: „Das Ziel eines sicheren Umfelds wurde verfehlt“

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